Reaktion des Umfeldes…

Als wir mit dem LCHF anfingen, erzählten wir natürlich auch den Menschen in unserem näheren Umfeld davon.

Zum einen wollten wir nicht in die Verlegenheit kommen, Gastgebern vor den Kopf zu stoßen wenn bereits das Essen auf dem Tisch steht und zum anderen, waren wir ja auch sehr schnell von dem überzeugt was wir da taten.

Holla ging da erstmal was los! 8-O

Natürlich kamen die „Klassiker“: Oh mein Gott, das kann doch gar nicht gesund sein! Aber der Mensch muss doch Kohlenhydrate essen! Jeder weiß doch, dass Fett fett macht und krank! etc. etc. etc…….

Wir erklärten dann mit einer Engelsgeduld was wir zwischenzeitlich über ketogene Ernährung so erfahren haben, erklärten, dass wir nicht nur Butter pur mit dem Löffel verschlingen, sondern auch Gemüse auf den Teller kam und vor allem erklärten wird, wie gut wir uns fühlen.

Dennoch wurde gerade ich mit Links zu Boulevarblätter zugeballert, die Fett als das Monster der aktuellen Ernährung darstellten. Ich konterte mit Links der Uni-Klinik Würzburg und mit einer Diabetiker-Reha-Klinik, da ich schon der Meinung bin, dass solche Quellen etwas glaubwürdiger sind. :poeh:

Aber die Mühe hätte ich mir auch sparen können, denn während von mir erwartet wurde, dass ich mir den Schund durchlese, hielt man es für weniger nötig sich meine Links mal anzuschauen.

Das war auch das einzige, was mich manchmal dann schon etwas wütend machte. Wenn ich mir Sorgen um jemanden mache wegen dem was er tut, dann hole ich mir so viele Informationen wie es geht um entweder a) meine Sorgen bestätigen zu lassen oder b) um mir meine Sorgen nehmen zu lassen. Hier hatte ich aber stellenweise das Gefühl, dass die Sorge eher zweitrangig war und es in erster Linie darum ging, Recht zu bekommen. Nö, auf dieses Spiel ließ ich mich erst gar nicht ein, zumal es zeitweise schon fast hysterische Ausmaße annahm. Wir würden an einem Herzinfarkt sterben ist nur ein Beispiel davon.

Meine Reaktion: Oh klar, die Uni-Klinik Würzburg wendet die Ernährung bei Krebspatienten an um ihren Leidensweg zu verkürzen – anstatt am Krebs zu sterben, verhalf man also lieber zu einem schnellen Herzinfarkt oder was? :ochnee:

Auch das plötzlich jedes Wehwechen was man hatte auf die Ernährung geschoben wurde, gehörte mit zum Program – auch wenn ganz Berlin aktuell mit einem bösen Magen-Darm-Virus zu kämpfen hatte. Richtig die Nase voll hatte ich aber dann, als ich ein Bild von mir veröffentlichte und ich von ein paar Seiten zu hören bekam: „Hör auf damit, du siehst richtig krank aus“ “ Lass den Mist sein, du wirst sonst noch Magersüchtig“ <—- Magersüchtig mit LCHF :hae: :groehl: nicht falsch verstehen – Magersucht ist nicht lustig, doch wenn man bereits wenige Artikel über LCHF liest, dann wird einem sofort klar, dass Magersuchtgefahr bei dieser Ernährung so unwahrscheinlich ist wie eine Hochzeit vom Papst. Was mich vermutlich am meisten störte: Es wurde nicht mehr gefragt, ob man vielleicht gerade krank ist oder schlecht geschlafen hat, wie es jeder mal hat – nein nein, der Grund warum du mies aussiehst ist einzig und allein deine ach so ungesunde Ernährung und damit basta! :irr:

Grund waren die Schatten unter meinen Augen – Schatten die ich IMMER habe, egal wie dick oder dünn ich bin und für die die Ärzte auch keine Ursache finden. Ich habe diese Schatten nunmal – aber erst jetzt wo man krampfhaft nach einem „Beweis für die ungesunde Ernährung“ suchte, da fällt es plötzlich auf. *pffffffffff*

Irgendwann wurde es mir dann zu bunt und ich ignorierte es einfach. Ich erklärte ein letztes Mal, dass ich weder gefahr laufe Magersüchtig zu werden (verfressen wie ich bin) und ich alle 3 Monate zur Blutabnahme muss und meine Werte tipp top sind und ich nun absolut keinen Bock mehr auf irgendeine Diskussion habe.

Komischerweise, so viel wie gemeckert und geschimpft wurde – dennoch stellten sich alle auf unsere Ernährung ein. Es gab zwar hier und da dann nochmal so einen kleinen „nachhaker“, aber im großen und ganzen kehrte Ruhe ein. Mittlerweile wird unsere Ernährung von allen akzeptiert. Ein bisschen „Bedenken“ ist geblieben und es kommt auch mal ab und zu „Ja, aber ihr habt doch jetzt so abgenommen, da könnt ihr euch doch auch mal eine Ausnahme gönnen“, aber diese Ausnahmen gehen zumindest bei mir nicht.

Es ist wie mit dem Rauchen – wenn man nach Monaten der Abstinenz sich mal eine Ausnahme gönnt, folgt in immer kürzer werdenen Abständen eine Ausnahme nach der anderen – jedenfalls bei mir. Und ehe ich mich versehe, würde ich wieder da landen wo ich vorher war. Nee, lass mal, brauch ich nicht :-)

Was ich euch damit sagen will? Wenn ihr euch entscheidet eure Ernährung auf LCHF umzustellen, dann legt euch ein dickes Fell zu oder den Gemütszustand eines Faultieres :jaja:

2 thoughts on “Reaktion des Umfeldes…”

  1. Maksi sagt:

    Ich kenne solche Reaktionen allerdings auch bei anderen Diäten, die man macht. Als ich Ende der 70er Jahre mit Atkins 30 Pfund abnehmen wolle (und auch abgenommen habe), hat mich jeder ausgelacht und für verrückt erklärt, als er mitbekam, was ich in welchen Mengen gegessen habe. Als sie dann merkten, dass ich „trotzdem“ abnahm, hieß es (zumeist hinter meinem Rücken), dass ich mir bestimmt den Finger in den Hals stecken würde, denn bei DEM Essen könnte ich ja gar nicht …
    Ich sage seitdem niemandem mehr, wenn ich diäte und meine veränderten Essgewohnheiten hängen halt entweder mit meinen Vorlieben oder anderen Dingen zusammen.
    Ich find’s prima, dass du so standhaft warst und bist! :knuddel:

    1. chephe sagt:

      Das schöne Essen ausbrechen – nee, das käme gar nicht in Frage 8-O

      Aber es ist wirklich so – egal wie man sich ernährt, es gibt immer Menschen die es besser wissen. :ochnee:

      Ich geb zu, dass ich mit Veganem Essen so gar nichts anfangen kann, aber dennoch würde ich keinen Aufriss machen,wenn sich jemand in meinem Umfeld dafür entscheiden würde. Solange es ihm körperlich damit gut geht wäre es für mich ok. :jaja:

      Danke schön – aber ich bin Überzeuguns-LCHFler, da ist es nicht schwer „standhaft“ zu bleiben :dance:

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:-) 8-O :heul: :lol: :knuddel: :zweitanz: :muede: more »