Inneres Kind? Schwachsinn!

Entschuldigt bitte, aber zu dieser Erkenntnis bin ich heute gekommen – zumindest was mich betrifft.

Immer wieder liest und hört man, dass man seinem „inneres Kind“ Raum geben soll. Das man es wahrnehmen und dessen Bedürfnisse spüren soll. Nehm Kontakt mit deinem inneren Kind auf….. 

Letztendlich ist diese Methode für die Menschen wichtig, die ihre Kindheit so verdrängt haben, dass sie sich kaum an etwas erinnern, aber von den Folgen im Erwachsenenalter beeinflusst werden und leiden. Sie brauchen dieses Verfahren um sich zu erinnern und es aufzuarbeiten.

Aber trifft das auf mich zu? Nein! Was also ist mein inneres Kind?

Genau diese Frage habe ich mir heute gestellt (wie gesagt, ich bin krank und habe Langeweile) und dabei ist mir einiges bewusst geworden :

  1. Es ist Vergangenheit und ich sollte in der Gegenwart leben und mich von der Zukunft überraschen lassen
  2. Geschehendes lässt sich nicht ungeschehen machen. Egal wie sehr wir ein vermeidliches inneres Kind tätscheln
  3. Ich habe kein inneres Kind! Denn es gab mich nie als „richtiges“ Kind!

Wie bitteschön soll ich etwas „ins Leben rufen“ das es so nie gegeben hat? Mein inneres Kind ist so real wie ein Einhorn. Woher soll ich denn wissen WIE ich als Kind gewesen wäre wenn die Unstände anders gewesen wären? Wenn all die schlimmen Dinge nicht geschehen wären? – Eben, das kann ich nicht wissen und somit ist es Schwachsinn sich eine kleine Petra ohne diese ganzen Sorgen und Ängste vorzustellen.

Es ist Schluss damit, „Chephe“ (indianisch für „kleiner Schatten“) wird mit sofortiger Wirkung dahin zurück geschickt wo sie herkam – ins Reich der Phantasie. Die Domäne kann ich nicht ändern, das wäre extrem aufwendig, aber ansonsten….

Tschüss Chephe, hier ist Petra! 43 Jahre alt, etwas durchgeknallt, launisch und manchmal unvernünftig, aber mit einem großen Herz und OHNE innerem Kind ?

2 Gedanken zu „Inneres Kind? Schwachsinn!&8220;

  1. Dem Ansatz konnte ich auch nie richtig folgen. Bedeutungsmäßig habe ich das anders geparkt: Lerne gut zu dir selbst zu sein. Man kann Dinge ja nicht ungeschehen machen.
    Was ich aber spannend finde ist die Transaktionsanalyse, die nicht vom inneren Kind ausgeht, sondern sagt, dass es Stadien gibt, in denen man sich im kindlichen Bereich aufhalten kann. Superspannend und auch für Skeptiker wie mich nachvollziehbar ist.

    1. Das mit dem „gut zu sich selbst sein“ ist für mich ja nachvollziehbar, aber ich habe nie begriffen wozu ich dafür ein inneres Kind brauche ? das mit der Transaktionsanalyse habe ich noch nie gehört, da müsste ich erstmal Google fragen was das ist ?

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