huch! Was ist da los?

Ihr kennt sie alle…. die Menschen, die Massen in sich reinfuttern können und nicht ein Gramm zunehmen. Ich war so ein Mensch! Ja wirklich! Ich habe alles gegessen wonach mir der Sinn stand, 2 – 3 Liter Cola am Tag getrunken und die Portionsgrößen hätten jedem Bauarbeiter nach einer 10-Stunden-Schicht gereicht :pfeiff: Es machte mir nichts aus, mein Körper schien das problemlos weg zu stecken. Ich wog ca. 50 Kilo, ohne abgemagert zu wirken und hatte eine Figur, die selbst meine Schwester mal vor ihren Freunden anerkennend lobte. :jaja:

Aber wie heißt es so schön? Das Schicksal ist ein A***loch und ich sollte es mit 21 Jahren erfahren……

…… nämlich dann, als ich schwanger wurde. Klar, jede Frau weiß, dass sie dann etwas zulegt. Zwischen 10-15 Kilo wird als normal bezeichnet, aber es wird übel, wenn man diese Zunahme schon im 4. Monat erreicht 8-O Ich hatte keine Heißhungerattacken bis auf ein einziges Mal und ich hatte generell nicht mehr Appetit, sondern eher das Gegenteil und doch stieg mein Gewicht in einem rasenden Tempo. Bereits im 5. Monat wendete ich mich daher an meinen damaligen Frauenarzt und äußerte Bedenken, weil es mir schon etwas Angst machte, wie sich das entwickelt. Dieser meinte aber nur, dass ich mir keinen Kopf machen solle – es wäre wohl eine Veranlagung und nach der Schwangerschaft wird es schon wieder. Mit einem flauen Gefühl ging ich also heim und musste wohl oder übel die Entwicklung handlungsunfähig betrachten. Am Ende der Schwangerschaft wog ich dann also 85 Kilo! Nach der Geburt 82 Kilo und für einen ehemals schlanken Menschen war das eine enorme Veränderung.

Nachdem sich am Gewicht so rein gar nichts ändern wollte und ich wieder mal beim Frauenarzt war, meinte dieser dann auch noch ganz trocken zu mir „Wenn sich in einem Monat immer noch nichts tut, dann haben sie ein Problem“ – ach, guck an! :ochnee:

Es tat sich natürlich nichts! Die 82 Kilo blieben hartnäckig und ich fing an meinen Körper zu hassen. Ich ekelte mich regelrecht vor mir selbst, vermied Spiegel und schaute auf keinen Fall in Schaufenster, die mich „in voller Pracht“ zeigten.

Runde 1 einer Odysse begann…………..

Wie die meisten Menschen versuchte auch ich erst einmal das Prinzip „FDH“, doch ein Erfolg blieb aus. Nachdem ich auch nach gut einem Jahr immer noch kein einziges Kilo verloren hatte, wendete ich mich das erste Mal an einen Arzt. Mir wurde Blut abgenommen und ich wurde auf dem Kopf gestellt, doch finden konnte er nichts. Wir machten dann einen Ernährungsplan, an den ich mich auch weitestgehend hielt. Leider blieb dieser Versuch aber ohne Erfolg und der Arzt war ratlos.

Nach einer Frustrationspause suchte ich den nächsten Arzt auf, der mir auch wieder Blut abnahm, der mit einem anderen Ernährungsplan ankam und wo am Ende das selbe Ergebnis rauskam, wie beim 1. Arzt.

Insgesamt waren nun schon zwei Jahre vergangen und ich suchte einen Heilpraktiker auf. Auch dieser nahm mir wieder Blut ab und auch hier war nichts zu finden. Er wollte dann mit mir eine Null-Diät unter ärztlicher Aufsicht probieren und bis auf die Tatsache, dass ich Cola-süchtig war und ich keinesfalls darauf verzichten konnte, hielt ich mich aber daran nichts zu essen. Für mich war das aber zu schwer – ich liebe nunmal Essen und ich hasse Hunger. Als nach 2 Wochen Null-Diät noch nicht einmal 100g weg waren, brach ich ab. Ich konnte und ich wollte nicht mehr…….

Kein Arzt konnte es mir erklären, sie selbst waren völlig ratlos und vermutlich unterstellten sie mir insgeheim, dass ich den Plan nicht einhalte. Was aber quatsch war, denn mitlerweile brauchte ich phasenweise Beruhigungsspritzen, weil ich mir meine Oberschenkel blutig kratzte und so depressiv war, dass ich schon in Erwägung zog „schluss zu machen“. Da war es auch kein Trost, dass der Heilpraktiker meinte, ich solle zumindest positiv sehen, dass ich aber essen könne was ich wolle ohne weiter zuzunehmen.

Ja, ihr lest richtig! DAS war nach der Schwangerschaft wie VOR der Schwangerschaft. Ich konnte wieder essen was ich wollte und auch in den Mengen wie ich wollte ohne zuzunehmen – aber leider nahm ich auch nicht ab, egal wie sehr ich auch hungerte :heul:

Ich fing schon an mich mit dem Gewicht abzufinden, aber dann kam der Tag an dem mich eine Freundin anrief um sich auszujammern……………

9 thoughts on “huch! Was ist da los?”

  1. Kathi sagt:

    was für ein schönes Bild von dir :knuddel: :danke:

    1. chephe sagt:

      Danke schön :danke:

  2. Maksi sagt:

    Ein tolles Foto von dir und eine spannende Geschichte gut erzählt. Bin schon ganz gespannt auf’s 2. Kapitel ;-)
    Ein schönes WE und alles Liebe …
    Maksi

    1. chephe sagt:

      Danke dir :danke: Ja, Fortsetzung folgt auf jeden Fall :dance: Ich wünsche dir auch ein schönes WE :-)

  3. AndiBerlin sagt:

    Ich könnte auch essen was und wieviel ich wollte. Dennoch hielt ich mein Gewicht mit 56 Kilo. immer wieder bekam ich zu hören ich solle mehr essen, ich sehe, dünn wie ich war, ungesund aus. Aber mehr essen brachte ja auch keine Zunahme des Gewichts, das wollte nur keiner verstehen.
    So mit 27 kam dann der Schub wo ich doch zunahm. Holterdipolter wog ich dann 20 Kilo mehr. War ein teures Vergnügen mich neu einzukleiden.
    Heute liege ich bei knapp über 80 bei einer unveränderten Größe von ca 1,73m und schiebe ein kleines Bäuchlein ich vor mich her. Jetzt machen sich alle über dieses Bäuchlein lustig. Auch die die damals sagten ich sähe mit Untergewicht ungesund aus. Das ärgert mich so sehr, man kann es da keinem recht machen.
    Naja, wenigstens halte ich jetzt die „knapp über 80 Kilo“ und nehme nicht zu, was mir auch recht ist.
    Sich bewusst zu ernähren habe ich in den Jahren des Untergewichts nie gelernt, und ich könnte darauf auch nie umsteigen, eben weil ich das nicht gewohnt bin und auf liebgewonnenes nicht verzichten will.
    Ich bin gespannt wie es in deiner Geschichte weiter geht.

    1. chephe sagt:

      Lieber Andy,

      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. :danke:

      Nein, man kann es anderen nie recht machen – aber das ist auch egal, denn DU musst dich wohl fühlen, nur das zählt :jaja:

      Sich bewusst zu ernähren brauchte ich früher auch nicht, aber wenn man sich selbst überhaupt nicht mehr mag und geradezu depressiv wird, dann muss man was tun. Von jammern gehen nunmal die Kilos nicht weg :hmpf:

      Ich fühle mich nunmal „moppelig“ nicht wohl und gerade bei meiner Erkrankung war es auch nun wirklich nicht ideal mit dem Mehrgewicht. Freut mich das du schon gespannt bist – es ist schön zu wissen, dass meine Geschichte andere Menschen wirklich interessiert :-)

  4. Manuel Kämmerer sagt:

    Grad wo´s spannend wird hörst Du auf….grummel;-)

    1. Gucky sagt:

      Das ist so bei Fortsetzungsromanen… :warten:

    2. chephe sagt:

      Genau so gehört sich das :undwech:

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:-) 8-O :heul: :lol: :knuddel: :zweitanz: :muede: more »