Bilder der Vergangenheit….

oder „Achtung persönlich“, wenn man so will.

Es ist nicht immer so, aber von Zeit zu Zeit macht es mich traurig. Immer wenn ich bei anderen Menschen Bilder sehe die sie als Kinder zeigen, als Babys, im Krabbelalter usw. bin ich traurig, weil mir bewusst wird, dass dieses mir verwehrt ist. Ich habe keine Bilder – na ja, ich habe eines aus meinem alten Kinderausweis und eine Postkarte von damals aus dem Verein, als ich 6 war. Aber das war es auch schon – sonst habe ich nichts…………. :traurig:

Stammleser wissen, dass meine Kindheit alles andere als unbeschwert und „the World is happy“ war. Aber es gab auch sehr schöne Dinge. So weiß ich noch, wie gerne meine Schwester und ich, unseren Dad mit Wasserfarben angemalt haben. Wie wir ihn dazu „überredeten“ Katzen haben zu dürfen. Wie wir gefundene Tiere versuchten zuhause zu retten und aufzupäppeln. Oder wie meine Mom mit mir Lieder sang, mir, wenn ich krank war, die Haare hinterm Ohr zurück strich……… bevor sie sich leider so zurück zog. Aber diese Zeiten gab es. Genauso wie die Spaziergänge über die Süchtelner Höhen, das Minigolfspielen dort usw. Oder wie mein Dad den „armen Mann“ beim Sankt Martin spielte………..

Gerade weil es auch viel schlimmes damals gab, versuche ich diese schönen Momente festzuhalten. Auch wie ich mit meiner Schwester in der Strohscheune aus Strohballen Hölen gebaut habe. Wie wir uns manchmal gegenseitig die Arme umdrehten, weil wir um etwas stritten (sie hat natürlich immer gewonnen). Wie sie dieses blöde Ponny los lies, nachdem sie mich überredete mich da drauf zu setzen und dieses Vieh mit mir über eine Hürde sprang….. wie wir beide lachen mussten, als ich dann auf dem Boden lag, nachdem ich im Anschluss beim Traben immer mehr herrunter rutschte, während sie mit den Armen rudernt hinter uns her rannte und brüllte „Du musst dich an der Mähne festhalten“. Oder wie wir mal Silvester allein zu Hause waren, und mitten in der Nacht mit den Schlitten raus gingen, weil es so stark schneite, dass man das durchaus tun konnte. Wie wir in einem Schneesturm gerieten, so dass wir rückwärts nach Hause liefen und unsere langen Haare mit Eis und Schnee völlig verklumpt waren.

All das sind schöne Erinnerungen in meinem Kopf………..nur das mir die „Gesichter“ dazu fehlen. Heute hat mir jemand auf Facebook ein Klassenfoto geschickt, wo meine Schwester drauf ist und mein erster Gedanke war „mein Gott war sie hübsch“ :jaja:

Es gab Fotos…………. und ich bin mir sicher, dass es sie immer noch gibt. Bilder aus unserer Kindheit. Bilder aus der Zeit vom Verein. Zeitungsauschnitte wenn wir mit unserem Verein wieder mal Meisterschaften gewonnen hatten……….. oh ja, meine Oma hatte alles aufgehoben wie einen Schatz.

Leider sind diese Sachen „verschwunden“ .- angeblich hätte meine Oma sie weg geworfen, aber das glaube ich nicht. Denn als sie noch gut genug laufen konnte, war ihr Kopf noch klar genug um das garantiert nicht zu tun! Und als sie nicht mehr so gut laufen konnte, wäre sie ganz bestimmt nicht von der 4. Etage zu Fuß runtergelaufen um „ihren Schatz“ mal eben in eine Mülltonne zu kloppen. DAS kann besagte Person dem Weihnachtsmann erzählen, aber nicht mir :irr:

Es ist aber letztendlich egal, denn da besagte Person für mich „gestorben“ ist, sind somit diese Bilder, diese Erinnerungen so unerreichbar, als hätte meine Oma diese wirklich in die Mülltonne geworfen.

Was mir bleibt? Erinnerungen in meinem Kopf ohne Gesichter………………… :traurig:

Mama…. das hab ich am liebsten mit dir gesungen………..

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