Chaos-Blog

Die Welt ist bunt…

All you need is….Plastik

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Yeahhhh…. – oder auch nicht

Erst einmal meinen herzlichen Dank an Welt.de, das sie mir zu meinem heutigen Thema sogar einen passenden Artikel geben, auf den ich hinweisen kann. Denn hier geht es genau um das Thema Plastik und die erschreckende Erkenntnis, dass das Ausmaß 4x größer ist, als bisher angenommen.

Die Frage, die man sich zuerst einmal stellen muss ist: Brauchen wir wirklich Plastik? Ich sage ja, ganz ohne geht es einfach nicht. Gefallen tut es mir auch nicht, aber Plastik hat auch dafür gesorgt, dass Lebensmittel länger haltbar sind und besser gelagert werden können. Die Frage ist also eher, wann ist Plastik sinnvoll und wann ist es einfach nur lächerlich?

Es gibt Bereiche, auf die ich nicht verzichten mag. So bevorzuge ich generell tiefgefrohrenen Rosenkohl oder Erbsen. Hält sich nicht nur länger, schmeckt nicht nur besser, sondern auch die Vitamine bleiben erhalten. Anders als bei dem zerkochten (und oft mit Zucker verpanschten) Konserven oder dem schlaffen frischen Rosenkohl. Feldsalat ist grenzwertig – da würden z.B. auch Papiertüten super gehen um sich losen Salat mitzunehmen. Bietet nur leider keiner an. Ansonsten kaufe ich aber prinzipiell eher frisches Gemüse im Supermarkt oder Diskounter.

Nicht jeder hat einen Bauern um die Ecke und nicht jeder kann es sich leisten jeden Tag im Bio-Laden einzukaufen. Allein schon unsere Ernährung (Low Carb) lässt generell die Lebensmittelkosten in unserem Zwei-Personen-Haushalt abnormal erscheinen. Alles aus dem Bio-Laden würde uns finanziell regelrecht ruinieren!

Ärgern tut es mich aber wirklich, wenn ich durch die Obst- und Gemüseabteilung der Supermärkte gehe. Viele tönen groß und stolz, dass sie an den Kassen keine Plastiktüten mehr verkaufen (löblich), aber in der Obst- und Gemüseabteilung gibt es nur diese verdammten Plastiktüten (nicht löblich). Wenn an der Kasse direkt gewogen wird (löblich), kommen die Lebensmittel einzeln in meinen Korb, auch wenn die Kassiererin dann vielleicht mal die selben Apfelsorte in zwei Teilen abwiegen muss. Aber leider geht das nicht überall so – bei Kaufland z.B. muss man als Kunde sein frisches Obst und Gemüse selber abwiegen (nicht löblich) und einen Aufkleber draufpappen. Wenn meine Wahl groß genug ist, wiege ich wirklich jedes Teil einzeln ab – das ist mir dann völlig schnuppe ob die mich für einen Öko-Freak halten oder nicht. Wenn ich wirklich mal gezwungen bin, diese Beutelchen zu benutzen, dann lass ich sie nach dem Bezahlen im Laden.

Das mache ich eh mittlerweile, denn wenn ich z.B. sehe, dass Suppengemüse in Plastikschalen verschweißt sind, anstatt einfach mit Gummi zusammengehalten, dann packe ich das ebenso aus, wie jedes andere Gemüse, was meiner Meinung nach keine Plastikverpackung benötigt. Genauso wie Salatgurken! Wann hat eigentlich dieser Unsinn angefangen, dass man jeder verd*** Gurke in Plastik einschweißen muss?  Irgendwie erliege ich der irrigen Annahme, dass es vielleicht die Läden zum Umdenken bewegt, wenn sie die Berge an Plastik selber entsorgen müssen und das nicht bei mir zuhause in der gelben Tonne verschwindet.

Bei dem REWE zu dem ich öfters hingehe, habe ich das auch mal gesagt. Ich habe gefragt, warum man beim Obst und Gemüse denn nicht Papiertüten anbietet. Dafür wäre ich sogar bereit 0,05 – 0,10 € zu zahlen, hauptsache nicht mehr diese Plastiktüten. Die Kassiererin fand das auch doof und meinte, sie würde es mal ihrer Filialleitung vorschlagen. Na ja, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Klar weiß ich, dass ich nicht die Welt retten kann, aber im Kleinen kann ich zumindest versuchen, meinen Verbrauch (freiwillig und unfreiwillig) zu veringern.

So habe ich z.B. immer eine Einkaufstasche in meiner Handtasche und einen richtigen Einkaufskorb im Auto. Wir benutzen daheim für unsere tägliche Hygiene Seifen (auch aus anderen Gründen, aber das wird mal ein eigener Artikel), ich versuche frische Lebensmittel lose zu kaufen und habe einen Thermobecher und eine Thermoflasche für unterwegs. Damit bin ich weiß Gott noch nicht qualifiziert für Greenpeace, aber auch die kleinen Dinge können schon einiges bewirken.

Deshalb rufe ich jetzt hier mal zur Revulotion auf: Lasst (soweit es geht) den ganzen unsinnigen Plastikmüll in den Läden zurück!

 

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